Florale Interventionen im Gesundheits- und Sozialbereich
Haben Sie schon einmal mit Blumen gestaltet? Möchten Sie pflanzengestützte Aktivitäten in Zukunft in Ihr Berufsumfeld integrieren? Gartentherapie ist eine therapeutische Praxis, die die mit Natur und Garten verbundenen Aktivitäten zur Förderung der körperlichen, geistigen und emotionalen Gesundheit nutzt. In Gesundheits- und Sozialeinrichtungen findet Gartentherapie seit Jahrzehnten statt: Hochbeete machen den sinnlichen Genuss von Kräutern und Stauden möglich. Aktivitäten im Garten wie Gießen, Tomaten Ausgeizen, Pflücken etc. werden gemeinsam durchgeführt. Doch auch OHNE einen Garten und Außenbereich können Sie gartentherapeutische Akzente in Ihren beruflichen Alltag setzen. Florale Interventionen wurden aus der floristischen Praxis entwickelt und sind in jedem Innenraum möglich. Sie können Beziehungsarbeit und Kontaktaufnahme unterstützen und das gemeinsame Erleben mit allen Sinnen begleiten. Dieses Potential bringt Sie gestalterisch und kreativ in Kontakt zu sich selbst und erweitert ihre Handlungsmöglichkeiten im beruflichen Kontext. Durchs Beobachten, Teilen und die Arbeit mit den Händen entstehen überraschend gute Augenblicke, die Spaß machen, Trost bringen und Vertrauen schenken.
Inhalte
Theorie
- Welche Institutionen, die gartentherapeutisch arbeiten, gibt es im deutschsprachigen Raum?
- Überblick über verschiedene Einrichtungen, ihre zugrundeliegende Haltung und ihre Praxis.
- Chancen und Möglichkeiten für den eigenen Berufsalltag entwickeln und ausbauen.
Praxis
Die Fülle und Pracht der Sommerflora gemeinsam genießen. Sie binden einen Blütenkranz, der im eintrocknenden Zustand seinen Habitus verändert und natürliche Verwandlungen veranschaulicht. Die Technik des Steckens erproben Sie an einem runden, dekorativen Gesteck. Nach Erlernen der Grundtechnik werden die Beispiele für unterschiedliche Klient:innengruppen adaptiert. Die gestalteten Werkstücke können die Teilnehmer:innen mit nach Hause nehmen.
09:00-13:00 Uhr - Schönbrunnerstraße 13, 1050 Wien
13:00-17:00 Uhr - LOK Unverblümt, Krongasse 19, 1050 Wien
Ziele
- Das riesige Potential der Gartentherapie entdecken. Die Möglichkeit von gartentherapeutischen Zugängen kennenlernen. Das Arbeiten sowohl in Außen- als auch Innenbereichen macht Gartentherapie einzigartig, unabhängig von Budget und Jahreszeiten. Die Möglichkeiten mit Natur zu gestalten, sind so vielfältig, dass sie praktisch mit allen Menschen verwirklicht werden können, auch unabhängig von Defiziten und Krankheitsbildern.
- Das Angebot von pflanzengestützten Aktivitäten im eigenen Berufsumfeld erforschen.
- Vermittlung von Techniken und Ideen aus der floristischen Praxis.
Zielgruppe
Das Seminar richtet sich an alle Blumen- und Pflanzenfreund: innen, die im sozialen und Gesundheitsbereich tätig sind. Fachkräfte aus dem Gesundheits- und Sozialbereich, die mehr Natur in Ihre Tätigkeitsfelder einbringen möchten. Ergotherapeut: innen, Physiotherapeut: innen, Pflegekräfte und Seniorenbetreuende, die an der Arbeit mit Menschen und Pflanzen Interesse haben.
Methodik
- Vortrag, Fallbeispiele
- Übungen, Diskussion
- Kleingruppenarbeit, Selbsterfahrung
- Floristische Praxis im LOK-Unverblümt, Blumengeschäft und Tagesstruktur für Menschen mit psychischen Erkrankungen
- Pflanzengestützte Aktivitäten, die in Jahreszeit und Saison eingebettet sind
- Selbstreflexion und Austausch
ReferentIn
Mag.a Solveig Kelber
Meisterfloristin, akademische Expertin für Gartentherapie, Organisation und Durchführung von floralen Interventionen im Gesundheits- und Sozialbereich, Gründerin von und seit 17 Jahren Mitarbeiterin in LOK Unverblümt.
FACTS
Termin(e)
05.07.2025
Kosten
€ 300,00 inkl. 10% MwSt.
Uhrzeit(en)
SA, 09:00 – 17:00 Uhr (8 UE)
Anmeldeschluss
21.06.2025
Anzahl der TeilnehmerInnen
mind. 8, max. 12 Personen
Ort
Schönbrunnerstraße 13, 1050 Wien
WEITERE STARTTERMINE
IHR KONTAKT
Bildungsmanagement
T +43 1 235 00 34
Tel. Auskünfte: Mo - Fr, 09:00 - 13:00 Uhr
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