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Lehrgang Stärken- und lösungsorienierte Gesprächsführung

 

 

Die lösungsorientierte Gesprächsführung wurde unter diesem Namen in den 70er und 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts von Steve de Shazer und Insoo Kim Berg in das Feld der systemischen Beratung eingeführt. Die systemische Beratung wiederum hat viele Wurzeln, unter anderem die Arbeit mit Familien in belasteten Situationen. Anders als in den bis zu diesem Zeitpunkt üblichen Beratungsverfahren hat die systemische Beratung auf das Wechselspiel der beteiligten Parteien geachtet und darauf, wie sich daraus Verhaltensmuster ergeben, die schlussendlich zu ungewolltem und krankmachendem Erleben führen. Der Schwerpunkt aber lag auf dem Finden solcher Interventionen, die zu einem veränderten Verhalten und damit zu einem veränderten Erleben beitragen. Als besonders wirksam hat sich dabei der Ansatz von Steve de Shazer und Insoo Kim Berg erwiesen: Sie haben konsequent ihre KlientInnen gefragt, welche ihrer Interventionen besonders wirkungsvoll waren und wie sich die KlientInnen diese Wirkung erklären. Das Ergebnis: Es wurden solche Interventionen positiv bewertet, die konsequent nach Lösungswegen und Möglichkeiten der Lösungserarbeitung gefragt haben.

Der stärkenorientierte Ansatz wiederum wurde in den 1980er Jahren in den USA, auf der University of Kansas ’School of Social Welfare’ entwickelt und stellt SozialarbeiterInnen ein Rüstzeug zur Verfügung, das den Fokus auf konkretes menschliches Verhalten schärft. Die Grundannahme ist, dass sich Personen dann besser entwickeln, wenn ihnen dabei geholfen wird, sich auf jene Stärken und Ressourcen zu besinnen und diese auch zu nutzen, die ihnen eigen sind oder/und die sie in ihrer gewöhnlichen Umgebung vorfinden. Mit diesem Ansatz wurden in den vergangenen Jahren vor allem im angloamerikanischen Sprachraum bemerkenswerte Erfolge gefeiert.

Die Entwicklung des lösungsorientierten Ansatzes und jene des stärkenorientierten Ansatzes verlief die längste Zeit parallel und voneinander unbemerkt. In den letzten Jahren gibt es in der Sozialen Arbeit Versuche, diese Ansätze zu synchronisieren: im Case Management, in der Kinder- und Jugendhilfe, in der Arbeit mit Randgruppen, in der Einzelfallhilfe, etc.

Dieser Lehrgang stellt das Beste aus beiden Welten vor und kombiniert die Instrumente mit den neuesten Ergebnissen aus Hirnforschung und Embodiment-Forschung.

 

 

Ziele

Die LehrgangsteilnehmerInnen

  • erlangen grundlegende fachtheoretische Kenntnisse über die Geschichte des lösungs- und stärkenorientierten Ansatzes
  • bekommen eine Fülle an Techniken und Werkzeugen vermittelt, die in den

unterschiedlichsten Arbeitsfeldern der

  • Sozialen Arbeit erfolgreich angewandt werden
  • üben die Techniken in den Seminaren und bekommen wertschätzende Rückmeldungen zu ihren Leistungen
  • lernen Ressourcen als persönliche Kraft-quellen kennen und im Beratungskontext ressourcenorientierte Interventionsstrategien anzuwenden
  • steigern ihre Kompetenz als BeraterIn und können resilienzfördernd arbeiten
  • setzen sich mit den vermittelten Techniken auseinander und entwickeln für sich und ihr Arbeitsfeld passgenaue Interventionen
  • erwerben Kompetenzen, um in verschiedenen Gruppensettings mit diesem Ansatz erfolgreich zu arbeiten

 

 

Zielgruppe

  • Personen mit Grundausbildung im Bereich des Sozial- oder Gesundheitswesens (SozialarbeiterInnen, SozialpädagogInnen, PsychologInnen, ÄrztInnen, Diplomkrankenpfleger-Innen etc.)
  • MitarbeiterInnen in psychosozialen sowie  arbeitsmarktpolitischen Einrichtungen
  • Personen, die im Bereich Coaching und Beratung tätig sind

 

 

ReferentIn

ReferentInnen-Team siehe "Detailinfo"

IHR KONTAKT
Bildungsmanagement
T +43 1 513 15 30 - 113
Tel. Auskünfte: Mo - Fr, 09.00 - 12.00 Uhr
info@promenteakademie.at

 

 

FACTS

 

Termin(e)

04.05.2018 - 29.09.2018

 

Kosten

€ 2400,00- inkl. 10% MwSt

 

Uhrzeit(en)

2-tägig, jeweils 09:00 – 17:00 Uhr (16 UE)

 

Anmeldeschluss

20.04.2018

 

Anzahl der TeilnehmerInnen

mind. 12, max. 18 Personen

 

Ort

pro mente Akademie, Grüngasse 1A, 1040 Wien

 

 

Veranstaltungsort
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Fördermöglichkeiten
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